"Überwundene Angst bringt Freiheit und Verantwortung" – Stefanie Rösch, 2013

Posts zum Tag "Batman"

Psychologie und Film: Batman Begins, 9 – Der Preis der Schuldgefühle

13.02.2014 Veröffentlicht von Psychologie und Film 0 Kommentare

Einige Monate später taucht Ra´s Al Ghul in Gotham City auf, um die Stadt mit einer Überdosis Halluzinogen sich selbst zerstören zu lassen. In der letzten Konfrontation zwischen den Gegenspielern hat Bruce einen Weg dafür gefunden, Ra´s Al Ghul zu besiegen: „Ich werde Dich nicht töten, aber ich muss Dich auch nicht retten.“ Mit diesen Worten rettet er sich selbst aus dem abstürzenden und explodierenden Zug.

Ra´s Al Ghul gibt sich Bruce schließlich zu erkennen. Er ist gekommen, um Gotham zu zerstören und als erstes Bruce zu töten, damit der ihn nicht daran hindern kann.

Bruce benutzt seine Maske „Verwöhntes Millionärssöhnchen“, um die Gäste seiner Geburtstagsparty rauszuschmeißen und damit zu retten. Damit manövriert er sich jedoch noch weiter in die Isolation. Ra´s Al Ghul zeigt kein Mitgefühl mit ihm und lässt Bruce sterbend in seinem brennenden Haus zurück.

Mithilfe der gleichen Droge, mit der Bruce seinen Ängsten begegnen und sie besiegen könnte, überflutet Ra´s Al Ghul nun die Stadt. Die Menschen attackieren sich gegenseitig in ihren angsteinflößenden Halluzinationen.

Bruce kann das Schlimmste verhindern, indem er den Zug, den sein Vater der Stadt stiftete, in die Luft jagt, bevor es Ra´s Al Ghul gelingt, seine Droge in der ganzen Stadt zu verteilen. In der letzten Konfrontation bleibt Bruce sich insoweit treu, dass er seinen ehemaligen Mentor nicht „von Hand“ tötet, sondern mit dem Zug in die Tiefe stürzen lässt, im Grunde eine Form der Nothilfe für die Stadt und der Notwehr für sich selbst.

 

Auf den Trümmern seines Hauses gibt er Rachel recht: „Gerechtigkeit ist mehr als Rache.“

Rachel gesteht ihm, dass sie gerne mit ihm zusammen wäre, aber dass der Bruce, den sie sehr mag, nicht mehr da sei. Erst wenn die Stadt Batman nicht mehr brauche, würde sie diesen Bruce vielleicht wieder finden.

Nachdem Ra´s Al Ghul nun beseitigt ist, kann Bruce sich vorstellen, mit Rachel zusammen zu kommen. Doch Rachel will keine Geheimnisse. Sie sieht, was Bruce sich antut, indem er sich selbst verleugnet, um Batman sein zu können. Sie sieht, dass es einen Teil von Bruce gibt, der in Batman eingeschlossen ist. Sie spürt, dass Bruce die Stadt an oberster Stelle stehen hat, weil die Schuld noch nicht beglichen ist: das Gefühl, schuld am Tod seiner Eltern zu sein. Er wird die Stadt über eine Beziehung stellen und Rachel will offensichtlich keinen Partner, für den eine Stadt / die Eltern wichtiger sind als seine Partnerin und der dafür die Hälfte seines Lebens im Verborgenen leben will.

Es ist klar, dass Bruce erst einen Teil seines Weges zurückgelegt hat. Um sich von seiner Vergangenheit, seinen Ängsten und dem Tod seiner Eltern zu befreien, muss er noch ein paar Dinge lernen.

… to be continued … Fortsetzung folgt.

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Psychologie und Film: Batman Begins, 8 – Unser Handeln zeigt wer wir sind

12.02.2014 Veröffentlicht von Psychologie und Film 0 Kommentare

Um die Menschen zu schützen, die ihm wichtig sind, und gleichzeitig das Verbrechen in der Stadt zu bekämpfen, braucht er eine Maske, ein Doppelleben: Tagsüber ist er Bruce Wayne, der arrogante, verwöhnte Millionärssohn und nachts Batman.

Batman zu werden ist die logische Konsequenz aus dem, was Bruce in den vergangenen Jahren gelernt hat. Er hat gelernt, dass alle Menschen Angst haben, auch kriminelle. Er hat gelernt, dass alle Menschen das Unbekannte fürchten. Er hat gelernt, dass die Menschen über Angst, etwas zu verlieren, besonders zu manipulieren sind. Also muss er, um Angst unter den Verbrechern der Stadt zu verbreiten zu einem schrecklichen Gedanken werden, zu einem Symbol. Die Fledermaus, ein Tier der Nacht, das ihm selbst soviel Angst gemacht hat, liegt da als Symbol nahe. Um sich selbst und die Menschen, die ihm wichtig sind zu schützen, kann nur Alfred wissen, wer er nachts ist. Im Grunde ist es Alfred, der ihn daran erinnert, dass er ein Leben bei Tag braucht und etwas, dass seine vielen blauen Flecken aus den Kämpfen mit den Verbrechern bei Nacht erklärt. Und so kämpft er in der Nacht gegen die Korruption und das Verbrechen in der Stadt. Tagsüber spielt er den verwöhnten Millionärssohn, der nichts von Batman hält und sich nicht für Politik interessiert.

 

Als der verwöhnte Millionärssohn Rachel wiederbegegnet ist diese von ihm enttäuscht. Bruce will seine Tarnung nicht auffliegen lassen und so muss er hinnehmen, dass Rachel ihm sagt, dass es nicht darauf ankommt, wer er innen drin ist, sondern dass sein Handeln zeigt, wer er wirklich ist.

Zu gerne würde er Rachel sagen, was er wirklich macht, aber um seinetwillen und ihretwillen kann er es nur andeuten, indem er ihr sagt, innendrin sei er anders. Und wieder bekommt er ein starke Botschaft von Rachel: Sein Handeln gibt den Ausschlag, wer er ist, nicht das, was er denkt.

Wie oft denke ich mir das, wenn ich mich mal wieder nicht traue, etwas zu sagen, obwohl mich etwas nervt. Wie oft denke ich das, wenn ich lese, es gab so und so viele Zeugen und keiner hat etwas getan. Wir sind, wie wir handeln. Es spielt keine Rolle, was wir denken, wenn wir nicht danach handeln! Harte Erkenntnis! Ernüchternde Wahrheit, auch für mich.

 

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Psychologie und Film: Batman Begins, 7 – Mitgefühl und das Erbe der Eltern

10.02.2014 Veröffentlicht von Psychologie und Film 0 Kommentare

Um endgültig in die Gesellschaft der Schatten aufgenommen zu werden, müsse er beweisen, dass er in der Lage ist zu tun, was nötig ist. Ra´s Al Ghul fordert ihn auf, einen Bauern hinzurichten, der seine Nachbarn ermordet habe. Bruce verweigert sich. Dein Mitgefühl ist eine Schwäche, die Deine Feinde nicht teilen werden“, fordert sein Lehrer ihn nochmals auf. Doch Bruce ist anderer Meinung: Deswegen ist es so wichtig: Es unterscheidet uns von denen.“ Als die Gesellschaft der Schatten ihm nur die Wahl zu der Hinrichtung oder zum eigenen Tod lässt, nutzt er all sein Können, um den Palast im Himalaya in die Luft zu jagen. Er rettet Ra´s Al Ghul, seinem Lehrer, das Leben und entkommt, um nach Gotham City zurückzukehren. Dort wird er den Kriminellen und der Korruption den Kampf ansagen.

Bruce soll als Beweis dafür, ob er in der Lage ist, die Ziele der Gesellschaft der Schatten auch umzusetzen, einen Mörder hinrichten. Er verweigert dies, weil dem Mann kein ordentlicher Prozess gemacht wurde. Er stellt sich an dieser Stelle unter das Gesetz. Er will im Rahmen des Gesetzes bleiben. Ducard/Ra´s Al Ghul fordert jedoch Unterwerfung oder Tod. Bruce erkennt, dass sein Mitgefühl etwas ist, das ihn von echten Kriminellen unterscheidet. Es scheint als wäre das Wesen der Kriminalität der Mangel an Mitgefühl. Angst haben beide Gruppen, die Kriminellen und die Nicht-Kriminellen/Gesetzestreuen. Aber Mitgefühl macht das Zusammenleben in einer Gesellschaft erst möglich. Mitgefühl verhindert, dass wir anderen Schmerz zufügen und absichtlich Leid verursachen, weil wir uns vorstellen und spüren können, wie es sich anfühlt. Teilweise können wir es so intensiv spüren, als würde es uns selbst geschehen.

Und tatsächlich ist der Mangel an Mitgefühl, der Mangel an Empathiefähigkeit etwas, dass einen Menschen mit Anitsozialer Persönlichkeit von seinen Mitmenschen unterscheidet. Umgangssprachlich nennen wir so einen Menschen dann Psychopath.

Bruce erkennt, dass das Mitgefühl eine zentrale Größe ist, die er sich erhalten will. Dafür kämpft er an dieser Stelle im Film. Er rettet im folgenden Kampf seinem Mentor Ducard/ Ra´s Al Ghul das Leben und kehrt nach Gotham City zurück, um gegen die Kriminalität anzutreten, die Kriminalität, die seine Eltern das Leben gekostet hat. Und er kehrt zurück, um das zu retten, wofür seine Eltern gestorben sind, für die Stadt und ihre Menschen.

Gibt es etwas, dass Sie machen, weil Sie es Ihren Eltern immer noch recht machen wollen? Oder weil Sie es ganz bestimmt anders als Ihre Eltern machen wollen? All das ist immer noch ein Ausdruck, dass Sie von Ihren Eltern abhängig sind. Was wollen Sie? Was ist für Sie der richtige Weg, etwas zu tun? Ihre Leben zu leben?

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