"Überwundene Angst bringt Freiheit und Verantwortung" – Stefanie Rösch, 2013

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Achtung Gott: PTBS 13, Ergänzungen 3: Massenmörder, Menschen oder dämonisch?

30.11.2013 Veröffentlicht von Achtung Gott! 0 Kommentare

Zu meinem Artikel Achtung Gott: PTBS 13 Ergänzung: Gott, warum hast Du das zugelassen? gibt es einen Kommentar mit vielen inspirierenden Gedanken und Fragen, zu denen ich an dieser Stelle meine Gedanken preisgeben möchte. Da es eine ganze Reihe von Fragen waren, hier der 3. und letzte Teil meiner Antworten.

Ist der Begriff Massenmörder nicht entwürdigend, weil er zum Beispiel nicht berücksichtigt, dass auch Menschen, die anderen Menschen Gewalt angetan haben, selbst möglichweise Gewalt ausgesetzt waren oder von anderen Menschen in ihrem Leben beeinflusst werden?

Ich finde diesen Begriff nicht entwürdigend. Er beschreibt für mich erst einmal nur sehr genau, was eine Person getan hat. Das sagt etwas darüber aus, dass die Person planhaft und mit Absicht mehrere Menschen getötet hat. Der Begriff enthält für mich keine Wertung. Er wird der ganzen Person natürlich nicht gerecht. Aber das will er für mich auch nicht. Er dient erst einmal nur als Beschreibung von Verhalten.

Da die Würde des Menschen für mich etwas ist, das Gott gegeben hat, ist sie tatsächlich unantastbar. Egal welche Worte ich für eine Person verwende.

Das heißt nicht, dass wir uns nicht gedemütigt fühlen können, wenn andere uns beleidigen oder sonst wie abwerten. Das hat damit zu tun, wie wir als Menschen funktionieren. Es hat mit unserem Grundbedürfnis nach Wertschätzung zu tun. Da sind wir angreifbar. Das nutzt Satan halt.

Ist der Begriff entdämonisierend? Ist ein Mörder noch ein Mensch oder kein Mensch mehr?

Ein Mörder oder ein Mensch, der einen Mord begangen hat, bleibt in meinen Augen ein Mensch. Aber es gibt eben auch die Möglichkeit von einem Dämon besessen und benutzt zu werden. Das wird in der Bibel beschrieben, mehrfach. Ob eine Person zum Zeitpunkt ihrer Taten von einem Dämon besessen ist oder nicht? Keine Ahnung wie oder ob man das feststellen kann. Außerdem bin ich mir sicher, dass die Tatsache, dass es Dämonen gibt, für viele Menschen etwas ist, was sie sich nicht vorzustellen wagen. Auf der anderen Seite gibt es viele erfolgreiche Filme, die genau mit dieser Vorstellung Menschen Gänsehaut bereiten. Gut, dass es nur Filme sind (z.B. Der Exorzist oder Dämon).

Von Judas wird berichtet, dass er von Satan besessen war, als er Jesus verriet und dass Jesus das sogar wusste. Jedenfalls verstehe ich die folgenden Schilderungen so.

Bei Lukas 22: Es war aber nahe das Fest der Ungesäuerten Brote, das Passa heißt. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten trachteten danach, wie sie ihn töten könnten; denn sie fürchteten sich vor dem Volk. Es fuhr aber der Satan in Judas, genannt Iskariot, der zur Zahl der Zwölf gehörte. Und er ging hin und redete mit den Hohenpriestern und mit den Hauptleuten darüber, wie er ihn an sie verraten könnte. Und sie wurden froh und versprachen, ihm Geld zu geben. Und er sagte es zu und suchte eine Gelegenheit, dass er ihn an sie verriete ohne Aufsehen. (Übersetzung: Luther 1984, www.bibelserver.com)

Und Johannes 13, 21 – 30: Als Jesus das gesagt hatte, wurde er betrübt im Geist und bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten. Da sahen sich die Jünger untereinander an, und ihnen wurde bange, von wem er wohl redete. Es war aber einer unter seinen Jüngern, den Jesus lieb hatte, der lag bei Tisch an der Brust Jesu. Dem winkte Simon Petrus, dass er fragen sollte, wer es wäre, von dem er redete. Da lehnte der sich an die Brust Jesu und fragte ihn: Herr, wer ist’s? Jesus antwortete: Der ist’s, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und er nahm den Bissen, tauchte ihn ein und gab ihn Judas, dem Sohn des Simon Iskariot. Und als der den Bissen nahm, fuhr der Satan in ihn. Da sprach Jesus zu ihm: Was du tust, das tue bald! Aber niemand am Tisch wusste, wozu er ihm das sagte. Einige meinten, weil Judas den Beutel hatte, spräche Jesus zu ihm: Kaufe, was wir zum Fest nötig haben!, oder dass er den Armen etwas geben sollte. Als er nun den Bissen genommen hatte, ging er alsbald hinaus. Und es war Nacht. (Übersetzung: Luther 1984, www.bibelserver.com)

Wie immer darf jeder selbst entscheiden, woran er glaubt. Und das ist gut so.

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Achtung Gott: PTBS 13, Ergänzungen 2: Gottes Sieg über Satan

29.11.2013 Veröffentlicht von Achtung Gott! 2 Kommentare

Zu meinem Artikel Achtung Gott: PTBS 13 Ergänzung: Gott, warum hast Du das zugelassen? gibt es einen Kommentar mit vielen inspirierenden Gedanken und Fragen, zu denen ich an dieser Stelle meine Gedanken preisgeben möchte. Da es eine ganze Reihe von Fragen sind, hier Teil 2 meiner Antworten.

Ist Satan prinzipiell so mächtig wie Gott?

Nein. Das glaube ich nicht.

Als Jesus am Kreuz starb besiegelte er Satans Schicksal. Unsere Sünden, alles, was uns von Gott entfernt, wurde vergeben. Jetzt können wir uns wieder frei für Gott entscheiden. Gott gibt uns die Möglichkeit, uns für Ihn zu entscheiden. Er versucht, uns zu erreichen und uns Satan zu entreißen, deswegen sind wir noch da. So sehe ich es.

Satan kann uns durch unsere Angst vor dem Tod manipulieren. Jesus hat den Tod besiegt, um uns die Angst zu nehmen. So verstehe ich den Hinweis in Hebräer 2: „Weil nun die Kinder von Fleisch und Blut sind, hat auch er’s gleichermaßen angenommen, damit er durch seinen Tod die Macht nähme dem, der Gewalt über den Tod hatte, nämlich dem Teufel, und die erlöste, die durch Furcht vor dem Tod im ganzen Leben Knechte sein mussten. (Hebräer 2,14 -15, Übersetzung: Luther 1984, www.bibelserver.com)“

Hier eine wie ich finde interessante Predigt dazu, wie wir damit umgehen können, wenn Satan sich so mächtig anfühlt, weil diese wirklich schlimmen Dinge im Leben geschehen. Allerdings auf Englisch. (http://elevationchurch.org/sermons/i-dont-know-what-i-believe, Teil 7: Turn of the dark)

Im Wesentlichen sagt der Prediger, der seine kleine Tochter vor knapp einem Jahr durch einen Asthmaanfall verlor, dass er glaubt, dass wir in einem Zustand wie am Kar-Samstag leben. Jesus hat versprochen, wieder zu kommen und Gericht zu halten. Wir leben in einem Zustand wie am Kar-Samstag: Jesus liegt tot im Grab und ist noch nicht auferstanden. Seine Jünger sind verwirrt und verunsichert, obwohl sie all die Wunder gesehen haben, die Jesus vollbracht hat. Wir warten auf den Tag, an dem Jesus wie versprochen und angekündigt wieder kommt. So wie die Jünger damals auf seine Auferstehung warten mussten und mit jeder Stunde mehr zweifelten. Wir sind heute auch verunsichert. Wir zweifeln und sind damit Satans Tentakeln ausgeliefert.

Genai in dieser Zeit versucht Gott uns zu erreichen. Damit wir uns für ihn entscheiden können. Denn das ist alles, was wir tun müssen, weil er uns einen freien Willen gegeben hat und unsere Sünden vergeben sind. Wenn es also hart kommt, dann, so der Prediger, sollen wir uns daran erinnern, dass Gott einen Bund mit uns geschlossen hat, sprich er hat uns das ewige Leben, sein Königreich versprochen, sowie komplette Erneuerung für uns. Dieses Versprechen haben wir als einen Anker, deswegen hat er uns seinen Heiligen Geist gegeben, damit wir wie durch eine Ankerkette mit ihm verbunden sein können. Darauf sollen wir vertrauen.
Der Vers dazu ist Hebräer 6, 18 -19: Gott machte Abraham eine Zusage und schwor bei seinem eigenen Namen, da er bei nichts Höherem schwören konnte als bei sich selbst. Er sagte: »Ich gebe dir mein Wort, dass ich dich überaus segnen und dir viele Nachkommen geben werde.« Und so wartete Abraham beharrlich und erhielt, was Gott ihm versprochen hatte. Menschen schwören beim Namen eines Größeren, und der Eid dient dazu, die Aussage zu bekräftigen und jeden Zweifel zu beseitigen. So bekräftigte auch Gott seine Zusage mit einem Eid. Damit wollte er den Menschen, denen die Zusage galt, die feste Gewissheit geben, dass seine Absicht unumstößlich ist. Er wollte uns doppelte Sicherheit geben: durch die Zusage und durch den Eid; und da Gott nicht lügen kann, ist auf beide unbedingt Verlass. Das soll uns einen starken Ansporn geben, dass wir unsere Zuversicht nicht preisgeben und an der Hoffnung auf die uns zugesagte Erfüllung festhalten. Diese Hoffnung ist für uns wie ein sicherer und fester Anker, der hineinreicht bis ins innerste Heiligtum, in das Allerheiligste hinter dem Vorhang im himmlischen Tempel. Dorthin ist Jesus uns vorausgegangen, um uns den Weg zu bereiten; denn so wurde er zum Obersten Priester nach der Art Melchisedeks, und das heißt: auf ewig. (Übersetzung: Gute Nachricht, www.bibelserver.com)

Wird Satan mächtiger, wenn Menschen sich zusammentun und sich entsprechend verhalten, als Gruppe schweigen, tabuisieren, geschehen lassen? Und wie ist das bei Gott?

Nein, ich glaube nicht, dass Satan als Wesenheit mächtiger wird. Er ernährt sich nicht von menschlicher Anbetung. Sein Einflussbereich wird größer, wenn mehr Menschen seinen Versuchungen verfallen. Der Kampf gegen Statan wird schwerer: wenn mehr Menschen Satans Versuchungen erliegen wird das Risiko größer, mit den Situationen konfrontiert zu werden, die uns an Gott zweifeln lassen (Traumatische Erfahrungen).

Auf der anderen Seite haben wir die Zusage von Gott: „Wahrlich, ich sage euch auch: Wenn zwei unter euch eins werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Matthäus 18, 19-20, Übersetzung: Luther 1984, www.bibelserver.com)

Das finde ich beruhigend.

Mit diesem Lied erinnere ich mich da immer mal wieder dran. Die Bilder finde ich nicht so dolle, aber die Aufnahme des Liedes finde ich gelungen.

Achtung Gott: PTBS 13, Ergänzungen 1: Gott und Satan

27.11.2013 Veröffentlicht von Achtung Gott! 0 Kommentare

Zu meinem Artikel Achtung Gott: PTBS 13 Ergänzung: Gott, warum hast Du das zugelassen? gibt es einen Kommentar mit vielen inspirierenden Gedanken und Fragen, zu denen ich an dieser Stelle meine Gedanken preisgeben möchte. Da es eine ganze Reihe von Fragen sind, werde ich mehrere Posts dazu schreiben.

Gibt es wirklich diese schwarz-weiß, gut-böse-Pole, Gott-Satan-Einteilung oder vermischt sich das nicht in uns und wir müssen uns immer wieder auf Gott ausrichten?

Für mich gibt es zwei Ebenen. Auf der geistlichen Ebene gibt es Gut und Böse, Gott und Satan. Auf der psychologischen Ebene bewegen wir uns und Gott und Satan kämpfen um uns. Aber auch auf der psychologischen Ebene gibt es kein Grau oder göse oder guse oder sowas, sondern einzelne Verhaltensweisen, die darauf abzielen zu schaden oder zu heilen, Leid zu verbreiten oder Liebe, zu zerstören oder zu retten, uns dazu zu verleiten, an Gott zu zweifeln oder an ihn zu glauben, uns von Gott zu entfernen oder zu Gott zu bringen und auf seine Gnade zu hoffen.

Ein Film, der mich da sehr berührt hat, ist Prisoners. Das Motiv des Täters ist nicht Macht und nicht Geld, sondern sein Krieg gegen Gott: „Wir entführen die Kinder, um den Glauben an Gott in den Eltern zu zerstören.“ Absolut gruselig.

Satans Ziel ist, uns von Gott zu entfernen. Unsere Aufgabe ist, tapfer zu glauben angesichts all der Versuchungen, uns immer wieder auf Gott auszurichten und seinen Weg zu gehen. Das sehe ich auch so. Ja, wir müssen uns immer wieder auf Gott ausrichten.

„Schweigen ist eine wesentliche Form satanischer Macht.“

Das sehe ich im Zusammenhang mit Gewalt und besonders mit ritueller und sexualisierter Gewalt ganz genauso. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Wie kann Gott alles wissen?

Keine Ahnung, wie genau Gott das macht. Ich weiß nur, dass es so ist. Er hat uns geschaffen, er ist ohne Zeit, er weiß alles. Das ist für mich so.

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Link zu Prisoners auf IMDB.com, englischsprachig, es gibt keinen deutschen Titel

 

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